Tag 7 (27.07.2025) – Landtag
Heute haben wir noch einmal ein Landtag eingeschoben bzw. einschieben müssen. Ursprünglich wollten wir am Sonntagmorgen (also heute) nach Nienburg zurückfahren. Aber die letzten drei Schleusen öffnen erst 09.00 Uhr und die letzte Schleusung für Sportboote findet 16.00 Uhr sonntags statt, so dass wir die Strecke von 86km nicht schaffen würden. So haben wir uns entschieden einen Tag länger in Bremen zu bleiben und erst Montagmorgen mit der Berufsschifffahrt den Heimweg anzutreten. Leider wird dann David seinen 40. Geburtstag am Donnerstag nicht am Abend in Werder feiern können, sondern in Burg oder Genthin. Das hat ein paar Konsequenzen, auf die ich am Donnerstag näher eingehen werde. 🙂 Aber ein Tag mehr in Bremen ist auch sehr schön.
So waren wir heute früh noch einmal bei Fritzi frühstücken und haben uns zum Mittag verabschiedet. Nach dem Mittag sind wir in den Hafen zurück, um bei Ebbe, dass Boot nach Außen umzulegen, da wir ein ganzes Stück rückwärts fahren mussten und morgen früh die Spundwand auf der Steuerbordseite unter dem Hochwasserpegel verschwinden, wir demzufolge schlechte Sicht auf diese haben. Das war David zu unsicher, da wir kein Heckstrahlruder haben und ein ganzes Stück rückwärts fahren müssen. Diese Entscheidung war auch sehr gut, denn trotz dass David super fährt, hat uns die Flutströmung immer wieder gegen die Spundwand gedrückt.
Am frühen Nachmittag waren wir noch einmal im Schnoor, dessen Geschäfte auch sonntags geöffnet haben, da dieser selbst Tourismusmagnet ist. „Schnoor“ ist niederdeutsch und bedeutet Schnur. Hier wurden früher Schnüre und Seile hergestellt. Außerdem reihen sich die kleinen Häuser wie eine Schnur aneinander und werden durch kleine, enge Gassen voneinander getrennt. Im Schnoor befindet sich auch das kleinste Haus Deutschlands mit 4 Quadratmetern Fläche plus kleiner Dachterasse. Das kleinste Haus wird als Ferienwohnung vermietet. Wer es also gerne kuschlig mag, sollte die Ferienwohnung und Bremen auf jeden Fall mal ins Auge schließen.






Nach dem Schnoor sind wir ins Viertel gelaufen und haben ein Panino gegessen und einen Kaffee getrunken. Im Anschluss sind wir über den Markt durch die Böttcherstraße zurück zum Boot.


Die Böttcherstraße ist ca. 108m lang und liegt in der Bremer Altstadt. Man reicht diese, wenn man auf dem Marktplatz Richtung Süden zur Weser geht. Die Straße entstand im Mittelalter und wurde bis ins 18. Jh von Böttchern (Fassbinder) genutzt. Geprägt sind die Hausfassaden von Backstein und Sandstein. Anfang des 20. Jh. (1922) ließ sich Ludwig Roselius, ein Kaffeekaufmann, nieder. Aus dessen Besitz ging später die Firma Kaffee HAG hervor.




17.00 Uhr waren wir wieder zurück auf dem Boot und ließen den Abend beim Blogschreiben und Fußball-EM-Frauen-Finale-Schauen ausklingen. Morgen geht es in der Früh zurück.

Liebe Grüße an alle
Julia und David
